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Hörgeräte - der Weg zum besseren Hören

1. Zusammenarbeit
Beachten Sie, dass eine qualitativ hochwertige Versorgung mit Hörsystemen immer eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen HNO-Facharzt und Hörgeräte-Akustiker erfordert. Beide Berufe beruhen auf einer mehrjährigen, qualifizierten und spezialisierten Fachausbildung.

2. Verordnung
Der HNO-Facharzt diagnostiziert die Art, den Grad und den Ort der Schwerhörigkeit. Er berät über die therapeutischen Möglichkeiten. Wenn Hörsysteme erforderlich sind, stellt der Arzt die Verordnung für die Hörsystem-Versorgung aus. Damit haben Sie das Recht, einen Hörgeräte-Akustiker aufzusuchen.

3. Analyse
Der Hörgeräte-Akustiker erhebt in einem ausführlichen Gespräch die Vorgeschichte der Hörminderung und klärt, welche Hörsituationen für Sie von besonderer Bedeutung sind.

4. Auswahl
Aus dem vielfältigen Marktangebot (zurzeit rund 1.700 Hörsysteme) trifft der Hörgeräte-Akustiker eine Vorauswahl für Sie in Frage kommender Hörsysteme. Diese werden auf Ihre audiometrischen Daten eingestellt, damit Sie den Klang und die Leistungsmöglichkeiten der Hörsysteme vergleichen können.

5. Otoplastik
Der Hörgeräte-Akustiker nimmt einen Abdruck jedes Gehörgangs, um die Ohrpassstücke bzw. Schalen anzufertigen. Mit der perfekten Passform des Ohrpassstücks steht und fällt die Qualität der Schallübertragung und des Tragekomforts.

6. Vergleichende Anpassung
Bei der vergleichenden Anpassung wird das Übertragungsverhalten der verschiedenen Geräte mithilfe modernster Systeme im Ohr getestet. Erst in der Tragesituation ist eine exakte Überprüfung und Einstellung der Hörsysteme möglich, da die individuelle Weite, Länge, Krümmung und Gewebebeschaffenheit des Gehörgangs die Übertragungseigenschaften erheblich beeinflussen.

7. Gleitende Anpassung
In dieser Phase werden die Geräte im Laufe der Eingewöhnungszeit stufenweise an Ihre individuelle Hörgewohnheiten angepasst. Besonders nach einer längeren Hörentwöhnung ist dieser Schritt sehr wichtig, um Sie mit den neu gewonnen Höreindrücken nicht zu überfordern.

8. Instruktion
Hier werden Sie in die Handhabung, Bedienung und Pflege der jeweiligen Hörsysteme vom Hörgeräte-Akustiker eingewiesen.

9. Überprüfung
Nach Anpassung der Hörsysteme wird die Verbesserung Ihres Sprachverständnisses sowohl vom HNO-Arzt als auch vom Hörgeräte-Akustiker überprüft.

10. Service
Damit die Hörsysteme Ihnen lange Freude bereiten, bedarf es regelmäßiger Wartung und Pflege. Dazu gehören Serviceleistungen wie die Reinigung der Ohrpasstücke, Batterie- und Schallschlauchwechsel, Nachbearbeitung und Erneuerung der Otoplastik oder das Nachjustieren der Geräte. Hierbei steht Ihnen der Hörgeräte-Akustiker mit Rat und Tat zur Seite und hilft Ihnen bei der Auswahl der richtigen Pflegeprodukte.

HdO-Systeme

Einfach und unkompliziert

So genannte Hinter-dem-Ohr(HdO)-Hörsysteme sind kleine, hinter dem Ohr zu tragende Systeme, die durch einen kleinen Schallschlauch mit dem Ohr verbunden sind. Je nach Grad und Art der Schwerhörigkeit ist der Schlauch mit einem Ohrstück oder als sogenannte "offene Versorgung" mit einem Schirmchen (Dome) verbunden.
Mit einem Mikro-Computer ausgestattet sind die Geräte in der Lage Störgeräusche und Sprache zu unterscheiden, um für eine optimale Verständigung zu sorgen.

HdO-Modelle gibt es, abhängig von der Verstärkungsleistung, in verschiedenen Gehäusegrößen.

Indikation:
- leichte bis hochgradige Schwerhörigkeit

Preisklasse:
- einfache Geräte ab 10,- EUR gesetzlicher Zuzahlung (ohne privaten Eigenanteil ) bis zu einer - privaten Zuzahlung von bis zu 2000,-- EUR

Vorteile:
- leichte Handhabung
- weniger Rückkopplung (pfeifen) durch individuell angefertigtem Ohrstück
- größere Verstärkung möglich

Ido-Systeme

Klein, aber oho!

Im-Ohr(IO)-Hörsysteme sind kleine unauffällige Geräte, in welchen die Elektronik direkt in die Schale eingebaut wird. Somit entfällt ein äußeres Bauteil hinter dem Ohr.
Die Technik wird bei diesem Typ direkt und individuell an die Form des Ohres angepasst. Je nach benötigter Ausführung und gewünschtem Äußeren, können sie die gesamte Ohrmuschel ausfüllen (Conchaform) oder auch, für andere fast unsichtbar, komplett im Gehörgang sitzen (CIC = completely in the canal).

Indikation:
- leichte bis mittelschwere Hörverluste

Preisklasse:
- einfache Geräte ab ca. 10,- EUR
- hochwertige bis ca. 2.000,- EUR

Vorteile:
- Ästhetik, Aussehen (fast nicht sichtbar)
- leichtere Handhabung

Micro-Systeme

Chic und verständnisvoll

Micro-Hörgeräte vereinen hochmoderne Technologie mit einem sehr ansprechenden, fast unsichtbarem, Design. Neuste Technik befindet sich auf kleinstem Raum.
Dies gelingt unter anderem durch die Auslagerung eines wichtigen Bauteils - dem Mikrofon. Diese modernen Hörsysteme sind technisch so ausgereift, dass durch Störschallreduzierung, Impulsschallunterdrückung und der Doppelmikrofontechnik in jeder Hörsituation ein gutes Sprachverstehen möglich ist.
Durch die überwiegend "offen" getragenen Hörsysteme kann man schon von "Versteh-Geräten" sprechen, d.h. die Hörsyteme konzentrieren sich vor allem auf die Sprache.

Für modebewusste Kunden gibt es diese Micro-Systeme in den verschiedensten Farben und auch unterschiedlichen Formen.

Hörbrille

Für den nötigen Durchblick

Hörbrillen vereinen Hörgerät und Brille. Diese Art von Technik wird bei besonderen Schwerhörigkeiten eingesetzt. Bei einseitiger Taubheit wird erreicht, dass der Träger auch auf der tauben Seite wieder hören und verstehen kann.

Es gibt 2 Arten von Hörbrillen:
Bei der Luftleitungshörbrille wird das Hörsystem mittels einem Adapter am Brillenbügel befestigt. Der Schall wird über einen dünnen Schlauch in das Ohr geführt. Nahezu jede beliebige Technik, die als Hinter-dem-Ohr (HdO) erhältlich ist, kann als Luftleitungsbrille verarbeitet werden.
Eine weitere Hörbrille, wenn auch sehr selten, ist die Knochenleitungs-Hörbrille.
Diese Art der Versorgung wird eingesetzt, wenn eine herkömmliche Versorgung aus anatomischen Gründen nicht durchgeführt werden kann (z.B. Gehörgang nicht vorhanden, chronische Entzündung des Gehörganges). Knochenleitungsbrillen übertragen den Schall über den Knochen inter dem Ohr direkt in das Mittelohr.

Tinnitus-Geräte

Wenn das Ohr Geräusche von sich gibt

Es gibt verschiedene Arten von Hörgeräten bei Tinnitus.

Hörgeräte: Oft besteht neben einem Tinnitus noch eine Hochtonschwerhörigkeit. Durch die Anhebung der hohen Töne (Sprache und Geräusche) kann eine Hörminderung ausgeglichen werden und gleichzeitig der Tinnitus überdeckt werden, falls sich dieser in diesem Frequenzspektrum befindet. Durch verstärkte Alltagsgeräusche kann erreicht werden, dass der Tinnitus in den Hintergrund gedrängt wird.
Hörgeräte für Tinnitus: Mittlerweile gibt es Hörgeräte, die eine zusätzliche Funktion beinhalten, welche speziell bei Tinnitus eingesetzt werden kann. Diese Geräte vereinen ein Hörgerät mit einem Rauschgenerator.
Diese Funktion kann gleichzeitig zur Hörverstärkung eingeschaltet werden, um in ruhiger Umgebung den Tinnitus durch das angenehme Rauschen zu verdrängen. Es kann aber auch über einen Programmwahlschalter nur das Rauschen eingeschaltet werden, welches in Lautstärke und Frequenz individuell programmiert werden kann.
Tinnitus-Noiser / Tinnitus-Masker: Diese Möglichkeit beinhaltet nur einen sogenannten Rauschgenerator. Durch diese Möglichkeit wird ein Rauschen erzeugt, welches in Lautstärke und Frequenz verändert werden kann und so vom störenden Tinnitus ablenken soll.